Lubi fehlt. Vorhin begegneten wir Balu-Frauchen. Allein. Sie musste es nicht einmal aussprechen. Es war zu spüren. Tieftraurig dreht sie nun für sich, die vor kurzem noch gemeinsamen Runden. Hundefreunde von Lubi anzutreffen schmerzt. Und wird sie auf Lubi angesprochen, erstickt die Trauer ihre Stimme. Wenn sie zu Hause die Tür öffnet, sein Körbchen, sein Geruch, sogar manchmal noch seine Geräusche werden da sein. Nur er kommt nicht mehr. Seine Präsenz, überall so intensiv und doch ist er nicht mehr da. Es tut so weh und zerreißt ihr fast das Herz.
Ich musste daran denken, wie wir Balu und sein Frauchen kennengelernt hatten. Dieser Hund kam uns nicht nur mit einem Berg Freundlichkeit entgegen, nein, er brachte ein ganzes Gebirge an Offenherzigkeit mit. An regnerischen Tagen war es immer ein klein wenig Sonnenschein, den beiden zu begegnen. Auch erinnerte ich mich an ein Gespräch mit Balu‘s Herrchen. Er erzählte mir, wie Lubs Frauchen schon als Kind nur von diesem einen Hund geträumt, geschwärmt und ihrer Mutter damit in den Ohren gelegen hatte. Es war gar nicht anders denkbar, dass ihr Balu, ihr Begleiter an ihrer Seite sein würde. Lubs und sein Frauchen, eine Einheit, ein Füreinander, auch in der letzen schwersten Entscheidung und über ein Hundeleben hinaus…
(C) 2026 Anja Ziegenbein

Mein Dank an Balus Familie, dass ich diese Zeilen hier teilen durfte. Euer Lubs wird uns in liebevoller Erinnerung bleiben. Kiri und Anja